„Kannst du mir sagen, was eine Schneeflocke wiegt“ , fragt die Meise im verschneiten Winterwald den Eichelhäher. „Nichts mehr als nichts“ , gab er zur Antwort.

 

„Dann muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen“ , sagte die Meise. „ Ich saß auf dem Ast einer Lärche, als es heute Nachmittag zu schneien anfing. Kein Schneegestöber, sondern lautlos und scheinbar schwerelos fielen die Flocken, und fielen und fielen. Da ich nichts zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken, die auf meinen Ast fielen und hängen blieben. Genau Dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig waren es. Als die Dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel - nicht mehr als nichts – brach der Ast ab.“

Damit flog die Meise davon und ließ den verdutzten Eichelhäher zurück.

Wie viele Passwörter musst du dir merken? Zum Starten des Computers und beim Onlinebanking, für Google und ebay, PayPal und skype, gmx und wie sie alle heißen. Ohne entsprechendes Passwort komme ich als Pastor auch nicht auf interne Seiten unseres Bundes. Auch fürs Smartphone braucht man eins – obwohl mal das Gerät ja längst per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung einschalten kann. Gesichtserkennung. Man schaut einfach sein Smartphone an. Oder das Smartphone schaut uns an und verarbeitet unser Portrait dann intern zu „den kenn ich“.

„Wie soll ich die Menschen von heute beschreiben? Sie sind wie spielende Kinder auf der Straße, die zu ihren Freunden sagen: >Wir haben Musik gemacht und ihr habt nicht getanzt. Danach haben wir Beerdigung gespielt, und ihr seid nicht traurig gewesen<. Johannes fastete oft und trank keinen Wein. Da habt ihr gesagt: >Der ist ja von einem bösen Geist besessen!< Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere, und ihr beschuldigt ihn: >Er isst unmäßig und trinkt wie ein Säufer; und zwielichtige Gestalten sind seine Freunde<. (Matthäus 11, Vers 16-19 Hfa)

Früher begleitete man im Gottesdienst die Lieder auf der „Psalmenpumpe“, wie scherzhaft das alte Harmonium genannt wurde. Heute nutzt man ein Klavier, einen Flügel, eine Orgel oder ein E-Piano. Gut gespielt, klingen sie alle prima. Wir haben in unserer Gemeinde erfreulich viele Pianisten. Echte Könner und Neueinsteiger. Und selbst die haben ?s besser drauf als ich, denn Klavier kann ich nicht. Ich staune manchmal, wie man mit zwei Augen so viele Noten gleichzeitig richtig erkennen und dann am Instrument umsetzen kann.

Diese zwei Monate April und Mai haben es in sich. Ostern – Himmelfahrt – und Pfingsten. Damit schließen wir das Halbjahr mit den großen Feiertagen ab und gehen bald in die Sommerpause. Gut, dass da von Gott her keine Flaute zu erwarten ist. Denn nach Jesu Abschied von der Erde (Himmelfahrt) begann mit der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten eine neue Ära in der Geschichte der Gemeinde Jesu. Der Heilige Geist ist die Präsenz Gottes unter uns. Auch heute.

Und Jesus selbst? Nachdem wir hier im Gemeindebrief zuletzt betrachtet haben, dass er „gelitten und hinab gestiegen“ ist, richtet sich unser Blick jetzt nach oben.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Unsere Datenschutzerklärung
Ok