Kirschen, Äpfel, Birnen, Erdbeeren ... Wenn ich an Früchte des Geistes denke, wie sie der Apostel Paulus in Galater 5,22 aufzählt, dann habe ich eine Obstschale im Sinn, wie sie bei der Predigt neulich auf unserem Kanzeltisch stand. Süße Früchte sind für mich Sinnbild für „süßes“ Wesen, angenehmen Charakter. Neun solcher positiver Eigenschaften zählt Paulus auf.

Und was ist Handwerkszeug des Geistes? Damit meine ich Fähigkeiten, die er uns gibt, um bestimmte Dinge zu tun. Früchte des Geistes besagen also wie wir sind. Gaben des Geistes benennen, was wir können. Auf Seite 10 - 11 „Erklär mal“ schreibe ich mehr dazu. Bleiben wir hier zunächst bei den Früchten.



Ich bitte alle Leser, die folgenden Worte aus Galater 5,22 bewusst langsam zu lesen und bei jedem Begriff einen Augenblick zu verweilen (Es ist hilfreich, vorher den ganzen Abschnitt Galater 5,16 ff zu lesen). Folgende Fragen können uns zu Vers 22 leiten:

  1. Welche der Fähigkeiten bereichern mein Leben besonders?
  2. Wo sehe ich bei mir Defizite?
    Liebe
    Freude
    Friede
    Geduld
    Freundlichkeit
    Güte
    Treue
    Besonnenheit
    Selbstbeherrschung

Nehmen wir noch eine 3. Frage hinzu?!

Gibt es eigentlich noch mehr Früchte des Heiligen Geistes oder hat Paulus alle genannt? Ich behaupte, es gibt noch mehr und denke dabei z.B. an Vertrauen, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Zufriedenheit und Dankbarkeit ... Fallen dir weitere ein, auch aus eigenem Erleben? Dann nimm dir doch einen Stift und ergänze sie an dieser Stelle:
Diese Seite heißt „Denk mal“, damit wir nachdenken, und zwar nicht nur über das, was der Autor schreibt, sondern über das, was Gott jedem Leser persönlich zu sagen hat. Neben der Freude und Dankbarkeit über vorhandene Früchte des Geistes in unserem Leben bleibt die Frage nach Defiziten bzw. bleiben die Antworten dazu.

Wo sollte sich was ändern?
Durch den Heiligen Geist in uns, der die Frucht ermöglichen will.

Durch das „Bleiben“ in Jesus Christus, der sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Joh. 15,5).
Und durch unser Zutun. Wir sind aufgerufen, so zu leben, wie es dem Herrn gefällt – und damit uns selbst auch. Dass wir das können, dafür sorgt der Herr. Ob wir das wollen, ist die Frage an uns.

Harald Petersen, Pastor

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