Bonsaibäumchen sehen alt aus, haben 30, 50 oder 80 Jahre auf dem Buckel, sind aber nicht größer als eine 2 jährige Fichte. Sie haben an Jahren zugelegt, aber nicht ihrem Alter entsprechend an Größe.

Und der Mammutbaum? Wie der Name schon sagt wird er groß, sehr groß sogar und hat irgendwann einen dicken Stamm, der ihm den nötigen Halt gibt. Den bläst so schnell kein Sturm um.

Diese Baumtypen stehen für zwei Möglichkeiten des geistlichen Wachstums. Nimmt unser Leben mit Gott an Reife zu oder bloß an Jahren? Bonsais sind ein Beispiel dafür, dass man älter werden kann, ohne wirklich zu wachsen. Bonsais wurden so gepflegt, dass sie aussehen, als hätten sie das Stadium der Reife erreicht. – Ok, der Fachmann wird sagen, dass sie „richtige“ Bäume sind, nur klein. Klein und anfällig – wehe da reibt sich eine Wildsau dran. Schatten bieten sie uns auch nicht. Also: nur Zierde, viel mehr nicht.Mammut oder Bonsai

Was ist geistliches Wachstum?
Zunächst seien 6 Mythen, Irrtümer, über geistliches Wachstum genannt:
• Es geschieht automatisch
• Es ist freiwillig
• Es zeigt sich an der Bibelkenntnis
• Es funktioniert für alle gleich
• Es ist einfach
• Es ist unmöglich

Geistliches Wachstum, was ist das und wie können wir es fördern?

Wir finden viele Antworten in Gottes Wort: z.B. Röm 5, 1-11 (Bedrängnis – Geduld – Bewährung – Hoffnung); Röm 12,2 (Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille sei, nämlich das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene.); Eph 4,15 (Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist: Jesus Christus). 1.Pt 1 nennt die Voraussetzung Bekehrung + Wiedergeburt, um ins geistliche Leben zu starten. 1.Pt 2, 1-5 beschreibt den Fortgang des geistlichen Lebens. Wer geistliches Leben haben und wachsen will, muss sich von Gott und seinem Wort inspirieren, korrigieren und motivieren lassen. Darum: „Seid Täter des Wortes und nicht Hörer allein“! Nach Jak 1, 22-25 sollen Wort und Tat stimmig sein. Wer immer nur hört und nichts tut, wird träge und krank.

„Die Zukunft deiner Gemeinde liegt in der Ernte, nicht in der Scheune!“ (NN). Wir sollen lebendige Steine sein, Salz, Licht, Botschafter, Menschenfischer, Schafe unter Wölfen ... dass das ein „Bonsai“-Christ nicht packt, liegt auf der Hand.

Geistliche Gesundheit gehört auch zu einem guten Wachstum. 1. Pt 2,1 fordert: So legt nun ab die Sünde! Dieses Ablegen hält gesund, auch die Gemeinde: Petrus nennt 5 Bereiche: Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid, üble Nachrede.

„Legt ab“ ist keine Kann-Bestimmung, sondern als Wiedergeborene müssen wir ablegen! Geistlicher Hausputz ist wichtiger als ein Frühjahrsputz in der Wohnung.

Woran ist geistliches Wachstum konkret zu erkennen?
• Wachsen in der Liebe zu Jesus
• Wachsen in Liebe und Wärme untereinander
• Geistliches Wachstum ist, wenn wir nicht Christus in unsere Pläne einbeziehen, sondern wir in Gottes Plan einsteigen und Menschen durchs Evangelium erreichen wollen
• Identifikation mit der Gemeinde, aktive Mitarbeit, finanzielles Mittragen usw.
• an Charakterstärke und Urteilsvermögen
• an Belastbarkeit in schwierigen Lagen
• u.v.a.m.

Eine persönliche Frage zum Schluss: Durch welche Lebensoder Glaubenserfahrungen bist du geistlich gewachsen?

Gutes Nachdenken und Wachsen wünscht Ihr/euer

Pastor Harald Petersen

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