Neid auf volle Stadien?
Früher habe ich öfter davon geträumt, dass wir in Deutschland bei christlichen Veranstaltungen auch große Stadien füllen. Und zwar nicht nur alle paar Jahre mal beim Gemeindetag o.ä. (und selbst dann sind sie meist nicht voll), sondern Woche für Woche. Wie in der Bundesliga-Saison. Dort ist nicht nur ein Stadion gut besucht, sondern 40000 hier, 70000 dort ...

Heute frage ich nach dem Unterschied zwischen der Fussballbegeisterung und dem Wirken des Heiligen Geistes, über den es natürlich viel mehr zu sagen gibt; die sogenannte Pneumatologie (Lehre vom Heiligen Geist) füllt dicke Bücher. Ich riskiere hier mal einige, unvollständige Gedanken zu Unterschieden und höre gern, was unseren Gemeindebrieflesern dazu einfällt.
• Beim Fussball regiert vielfach das Geld. Zu Pfingsten – und nicht nur da – regiert Gottes Geist.
• Beim Fussball wird von Menschen gemachte Stimmung erlebt. Pfingsten wird deutlich: ER lebt!

• Fussballbegeisterung ist ein kurzer Spaß. Gott lädt ein zu einer Begeisterung, die bleibenden Wert hat. Im Sport können wir ausscheiden. Im Glauben werden wir siegen.
• Diesseitig ist das eine – einladend in Gottes neue, jenseitige Welt ist das andere.
• Die gute Laune und Begeisterung beim Sport (übrigens nicht nur beim Fussball), kann von einem Moment zum anderen kippen und in negative Extreme und Enttäuschung umschlagen. Gottes Kraft im Heiligen Geist geht den anderen Weg und holt uns aus der negativen Lage der Verlorenheit heraus. Und das ganz unabhängig von unserer Leistung!
• Ziel beim Sport ist es, der Beste zu sein, der die Konkurrenz ausschaltet. Und bei Gott? Das Beste, nämlich liebende Gemeinschaft, in der auch der Schwache seine Chance bekommt (lies dazu die Seligpreisungen aus Mt 5, 1 ff und 1. Kor. 1, 27 ff!).

Während ich schreibe, denke ich an Asaph und seinen Psalm 73. Der Blick auf das, was wirklich zählt, hat ihm geholfen. Sehr lesenswert!
Ich bin übrigens kein Fussballgegner! Und wünsche uns spannende, faire Spiele bei der „schönsten Nebensache der Welt“. Aber in der Hoffnung, dass uns die notwendige Hauptsache und Begeisterung über Gott und die Versöhnung mit ihm nicht nur ebenso wichtig ist, sondern wichtiger. Vor, während und nach der WM.

Harald Petersen

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