Ich schätzte ihn auf Anfang bis Mitte 30, den Mann, dem Paulus schreibt: „Niemand verachte dich wegen deiner Jugend“ (1. Tim 4,12). Ein Jugendlicher im eigentlichen Sinn war Timotheus aber nicht mehr. Er war ein junger Mann, als er bei Paulus während einer Missionsreise zum Glauben kam. Schon bald wurde er Begleiter des Apostels und sein treuster Gehilfe. Paulus sendet ihn mit wichtigen Aufträgen zu verschiedenen Gemeinden und vertraut dem jungen Timotheus schließlich die Leitung der Gemeinde in Ephesus an. Dort war manches in geistlicher Vollmacht zu ordnen, was dem jungen Gemeindeleiter, dessen Bekehrung inzwischen etwa 10 Jahre zurück lag, offenbar nicht leicht gemacht wurde. Die „alten Hasen“ wollten sich wohl von dem viel jünge ren Timotheus nichts sagen lassen. So kann's gehen.


Wenn man mich fragen würde, was ich an meiner Gemeinde in Frohnhausen klasse finde und wofür ich Gott besonders danke, dann würde ich u.a. auf jeden Fall nennen, dass in unserer Gemeinde kein Generations problem besteht. „Gott sei Dank!“ Das sage ich aus tiefstem Herzen. Wie hier Teens und Jugendliche mit Älteren und die Älteren mit den Jungen umgehen, das ist schön zu beobachten und ein Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung und Achtung.

Worin besteht denn die Chance der Jugend? Was würdest du sagen?

  • Darin, dass die Jugend noch mehr Power hat?
  • Darin, dass die Jugend von den vorherigen Generationen lernen kann?
  • Darin, dass die Jugend mit den aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft viel leicht besser klar kommt?
  • Darin, dass die Jugend die Chance hat, Zu kunft zu gestalten?

Ich denke, es trifft alles zu. Wer dann auf welche Weise die Chancen nutzt, das müsste im Einzelfall betrachtet werden.
Gott hat uns in unserer Gemeinde mit vielen Kindern, Teenagern und Jugendlichen beschenkt. Das ist ein Potential, um das uns andere beneiden! Ich hoffe, wir sind uns dessen bewusst und tun alles,

  • um ihnen den Start ins Leben zu erleichtern,
  • um ihnen in angemessener Weise Reibungsfläche zur persönlichen Reifung zu bieten,
  • um sie zu lehren und zugleich auch von ihnen zu lernen,
  • um ihnen Halt zu bieten und sie dennoch loszulassen, damit sie ihre eigenen Erfahrungen machen können,
  • um sie betend und segnend zu begleiten.

Die Chance der Jugend besteht immer auch in dem, was wir Älteren ihnen anbieten, vor leben und zutrauen.

Ich hoffe weiter auf ein friedlich-fröhliches Miteinander unserer Generationen und Got tes Segen für Jung und Alt.

Harald Petersen, Pastor

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