Zugegeben, ein klassischer Text zu Karfreitag und Ostern ist das nicht. Der Vers stammt aus dem Gleichnis vom verlorenen  Sohn, Luk. 15. Das kennt man ja, oder? Lest  ihr trotzdem weiter?


Das, was Jesus seinen Zuhörern mit dem  „Verlorensein und Gefundenwerden“ sagen  will, ist nämlich so wichtig, dass er gleich 3  Beispiele benutzt: er spricht vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und  vom verlorenen Sohn (alle drei Gleichnisse  sind uns in Luk. 15 überliefert). Verloren –  wiedergefunden – gefreut, so könnte man  kurz und knapp twittern.

Der beste Weg, einen Freund zu finden, ist der, selber einer zu sein.“ (NN)

Gute Freunde braucht jeder, aber nicht jeder hat sie. Freunde zum Lachen und Weinen, Reden und Schweigen. Freunde, die dich überraschen und doch berechenbar sind.Freunde mit Vertrauen und Wahrheit, mit Glaube, Hoffnung und Liebe. Gute Freunde leisten Engeldienste.

Ich habe Freunde und kann an der Beziehung als Mann zu anderen Männern am ehesten „typisch männliche“ Beobachtungen machen – vieles davon trifft aber wohl auch auf Freundschaften zwischen Frauen zu. Und auf Freundschaften zwischen den Geschlechtern, ohne irgendwann zu heiraten.

Finanzkrise – Ehekrise – Sinnkrise – Krise unserer Gesundheit oder im Beruf …

Krisenherde entstehen weniger an den Finanzen, durch die Ehe oder den schwierigen Chef. Unsere Einstellung („Ich glaub, ich krieg die Krise“) ist oft maßgeblich und führt uns in Spannungen zwischen dem Wollen und Können, dem Wunsch und der Wirklichkeit, der Pflicht und der Kür, dem Ist und dem Soll, unserem Glauben und unserem Unglauben… Da entscheidet sich dann in unserem Kopf (wo sonst?) wie wir denken und fühlen und handeln. Eigentlich beginnt dort die Krise.
Auch wenn sich Krisen in der Lebensmitte offenbar häufen, gibt es sie natürlich in jedem Lebensalter. Darum ist dieser Auszug aus einem Seminarthema von mir ein Angebot für Jung und Alt. Zum Lesen und Beherzigen. Zum Bedenken und Ausprobieren. Zum Reifen…

Hat denn jeder mindestens einen guten Freund bzw. eine gute Freundin? Gemeint ist damit mehr als eine Facebook-Bekanntschaft.

Schauen wir zunächst in die Bibel. Denn Freund oder Freundin zu sein oder zumin dest „freund - lich“ zu sein, also sich wie ein  Freund zu verhalten, ist ein Anliegen der Bibel. Wobei sich hier gleich wieder die Frage stellt, wie wir Freundschaft definieren.

Jonathan, der ritterliche Sohn Sauls, ist ein treuer, selbstloser Freund Davids (1. Samuel 18ff ). Er hatte ihn so lieb wie seine eigene Seele. Ich erinnere an das Hohelied Salomos, in dem eine vertrauensvolle, erotisch-sexuelle Freundschaft zwischen Mann und Frau beschrieben wird.

Kommt der Ausdruck vom Bogenschießen oder vom Dartsport? Dort ist die Mitte zwar nicht golden, aber sie bringt die meisten Punkte. Die Redensart von der goldenen Mitte geht bereits auf antike Wendungen zurück und bezeichnet meist den idealen Mittelweg zwischen zwei Extremen; also einen Kompromiss. Zwischen Einzelkind und kinderreich liegt man mit 3 Kindern vielleicht richtig. Zwischen einem Altbau für 150.000 € und einer Villa für 450.000 € könnte man für 300.000
€ weise bauen oder eine Immobilie kaufen. Menschen in der Lebensmitte liegen auch zwischen Extremen, aber sie können das nicht wählen. Man(n) wird älter, Frau auch, unweigerlich und trotz Lifting. Hinter uns liegt die „selige“ Kindheit und vor uns die unbestimmte 3. Lebensphase mit ihren offenen Fragen. Und wenn wir es anders betrachten? Neben uns bzw. mit uns leben die, die jetzt Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener sind und auf der anderen Seite, manchmal nur ein Stockwerk höher, die „Alten“. Keine Sorge, ich meine das nicht bös‘, denn ich gehöre ja selbst seit ein paar Jahren zur Gruppe jenseits der 60. Extrem sind die 1. und die 3. Generation eigentlich nur vom Alter, ansonsten meist völlig normal. Wohltuend. Herausfordernd. Überraschend.

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