An der A45 bei Haiger/Kalteiche wartet eine große Stahlkonstruktion darauf, auf die vorbereiteten Pfeiler links und rechts der Autobahn gehoben zu werden. Die B 54 ist dort schon monatelang unterbrochen. Hier geht nichts mehr.

Ich bin noch Pastor. Aber nicht mehr euer Pastor. Mein Nachfolger, Frank Kepper, ist berufen, aber auch er ist noch nicht euer angestellter Pastor. Vakanz nennt man den Zustand, wenn grad keiner da ist. Drei Monate ohne.

Bald beginnt die Fastenzeit, die sich der eine oder die andere zur persönlichen Leidenszeit macht, weil er oder sie auf etwas verzichtet – und das ist manchmal gar nicht leicht. Manchen Menschen dient das nur zum Abnehmen. Andere möchten sich beweisen, dass sie auch ohne etwas leben können, was für sie Suchtcharakter hat und einen zu großen, vielleicht sogar riskanten, Stellenwert in ihrem Leben einnimmt.


Längst nicht jeder denkt bei seinem Fasten an die Leidenszeit Jesu Christi. Gelitten hat der Sohn Gottes ja nicht erst am Kreuz. Schon lange vorher war sein Leben davon geprägt.

„Kannst du mir sagen, was eine Schneeflocke wiegt“ , fragt die Meise im verschneiten Winterwald den Eichelhäher. „Nichts mehr als nichts“ , gab er zur Antwort.

 

„Dann muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen“ , sagte die Meise. „ Ich saß auf dem Ast einer Lärche, als es heute Nachmittag zu schneien anfing. Kein Schneegestöber, sondern lautlos und scheinbar schwerelos fielen die Flocken, und fielen und fielen. Da ich nichts zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken, die auf meinen Ast fielen und hängen blieben. Genau Dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertzweiundfünfzig waren es. Als die Dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausendneunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel - nicht mehr als nichts – brach der Ast ab.“

Damit flog die Meise davon und ließ den verdutzten Eichelhäher zurück.

Weihnachten - Gott reißt sich ein Stück aus dem Herzen. Klar, mit diesen Worten steht es nicht in der Heiligen Schrift, aber so stelle ich es mir vor. Der Vater im Himmel hatte ja nicht mehrere Söhne zur Auswahl, von denen er einen mal abgeben konnte.

Es war sicher ein schwerer Abschied, denn bei der Reise ging es um einen tödlichen Abstieg. Zwar besuchte Jesus Gottes irdische Schöpfung, aber was war aus dem paradiesischen Zustand geworden?! Heile Welt war da schon lange nicht mehr. Es gab Mord und Totschlag, Lug und Trug... Der Gegensatz zu dem Ort göttlicher Herrlich keit, an dem Jesus war, konnte größer nicht sein. Eigentlich war es ein Job, um den sich keiner reißen würde.

Wie viele Passwörter musst du dir merken? Zum Starten des Computers und beim Onlinebanking, für Google und ebay, PayPal und skype, gmx und wie sie alle heißen. Ohne entsprechendes Passwort komme ich als Pastor auch nicht auf interne Seiten unseres Bundes. Auch fürs Smartphone braucht man eins – obwohl mal das Gerät ja längst per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung einschalten kann. Gesichtserkennung. Man schaut einfach sein Smartphone an. Oder das Smartphone schaut uns an und verarbeitet unser Portrait dann intern zu „den kenn ich“.

Nachdem wir uns zunächst mit einem allgemeinen Blick in die Bibel zum „Heiligen Geist“ beschäftigt haben, stellte ich im letzten Gemeindebrief Gaben und Früchte des Geistes vor. Also das, was er uns gibt bzw. zur Verfügung stellt. Heute schauen wir uns an, wie der Geist Gottes sonst noch wirkt. Auch dieser Artikel erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn das hieße ja, als Mensch dem Geist Gottes Grenzen zu setzen. Er wirkt, wo er will und ist dabei immer auch für Überraschungen gut!

Trösten

Jesus sagt seinen Jüngern zu, dass Gott ihnen auf Dauer den Tröster bzw. Beistand senden wird (Johannes 14,16), denn Jesus verließ kurz darauf die Erde wieder.

Früher begleitete man im Gottesdienst die Lieder auf der „Psalmenpumpe“, wie scherzhaft das alte Harmonium genannt wurde. Heute nutzt man ein Klavier, einen Flügel, eine Orgel oder ein E-Piano. Gut gespielt, klingen sie alle prima. Wir haben in unserer Gemeinde erfreulich viele Pianisten. Echte Könner und Neueinsteiger. Und selbst die haben ?s besser drauf als ich, denn Klavier kann ich nicht. Ich staune manchmal, wie man mit zwei Augen so viele Noten gleichzeitig richtig erkennen und dann am Instrument umsetzen kann.

Kirschen, Äpfel, Birnen, Erdbeeren ... Wenn ich an Früchte des Geistes denke, wie sie der Apostel Paulus in Galater 5,22 aufzählt, dann habe ich eine Obstschale im Sinn, wie sie bei der Predigt neulich auf unserem Kanzeltisch stand. Süße Früchte sind für mich Sinnbild für „süßes“ Wesen, angenehmen Charakter. Neun solcher positiver Eigenschaften zählt Paulus auf.

Und was ist Handwerkszeug des Geistes? Damit meine ich Fähigkeiten, die er uns gibt, um bestimmte Dinge zu tun. Früchte des Geistes besagen also wie wir sind. Gaben des Geistes benennen, was wir können. Auf Seite 10 - 11 „Erklär mal“ schreibe ich mehr dazu. Bleiben wir hier zunächst bei den Früchten.

„Wie soll ich die Menschen von heute beschreiben? Sie sind wie spielende Kinder auf der Straße, die zu ihren Freunden sagen: >Wir haben Musik gemacht und ihr habt nicht getanzt. Danach haben wir Beerdigung gespielt, und ihr seid nicht traurig gewesen<. Johannes fastete oft und trank keinen Wein. Da habt ihr gesagt: >Der ist ja von einem bösen Geist besessen!< Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere, und ihr beschuldigt ihn: >Er isst unmäßig und trinkt wie ein Säufer; und zwielichtige Gestalten sind seine Freunde<. (Matthäus 11, Vers 16-19 Hfa)

„In einer plötzlich auftretenden Problemsituation schnell und richtig handeln“, so beschreibt das Wörterbuch Geistesgegenwart. Oft wird es in Verbindung mit brisanten Verkehrssituationen gebraucht. Da hat jemand gerade noch rechtzeitig das Steuer herum gerissen oder gebremst, so dass nichts Schlimmes passiert ist. Auch im Umgang mit ihren kleinen Kindern tun Eltern oft geistesgegenwärtig das Richtige und entschärfen so spontan eine gefährliche Situation.


Das sind Augenblicke, in denen man keine Zeit hat, lange zu überlegen, sondern im Affekt etwas tut. Möge es das Richtige sein.

Diese zwei Monate April und Mai haben es in sich. Ostern – Himmelfahrt – und Pfingsten. Damit schließen wir das Halbjahr mit den großen Feiertagen ab und gehen bald in die Sommerpause. Gut, dass da von Gott her keine Flaute zu erwarten ist. Denn nach Jesu Abschied von der Erde (Himmelfahrt) begann mit der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten eine neue Ära in der Geschichte der Gemeinde Jesu. Der Heilige Geist ist die Präsenz Gottes unter uns. Auch heute.

Und Jesus selbst? Nachdem wir hier im Gemeindebrief zuletzt betrachtet haben, dass er „gelitten und hinab gestiegen“ ist, richtet sich unser Blick jetzt nach oben.

Zugegeben, ein klassischer Text zu Karfreitag und Ostern ist das nicht. Der Vers stammt aus dem Gleichnis vom verlorenen  Sohn, Luk. 15. Das kennt man ja, oder? Lest  ihr trotzdem weiter?


Das, was Jesus seinen Zuhörern mit dem  „Verlorensein und Gefundenwerden“ sagen  will, ist nämlich so wichtig, dass er gleich 3  Beispiele benutzt: er spricht vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und  vom verlorenen Sohn (alle drei Gleichnisse  sind uns in Luk. 15 überliefert). Verloren –  wiedergefunden – gefreut, so könnte man  kurz und knapp twittern.

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