Ich schätzte ihn auf Anfang bis Mitte 30, den Mann, dem Paulus schreibt: „Niemand verachte dich wegen deiner Jugend“ (1. Tim 4,12). Ein Jugendlicher im eigentlichen Sinn war Timotheus aber nicht mehr. Er war ein junger Mann, als er bei Paulus während einer Missionsreise zum Glauben kam. Schon bald wurde er Begleiter des Apostels und sein treuster Gehilfe. Paulus sendet ihn mit wichtigen Aufträgen zu verschiedenen Gemeinden und vertraut dem jungen Timotheus schließlich die Leitung der Gemeinde in Ephesus an. Dort war manches in geistlicher Vollmacht zu ordnen, was dem jungen Gemeindeleiter, dessen Bekehrung inzwischen etwa 10 Jahre zurück lag, offenbar nicht leicht gemacht wurde. Die „alten Hasen“ wollten sich wohl von dem viel jünge ren Timotheus nichts sagen lassen. So kann's gehen.

Je lauter die Welt wird, desto mehr sehnen sich Menschen nach Stille.
Je hektischer die Welt wird, desto mehr sehnen sich Menschen nach Ruhe.
Je feindlicher die Welt wird, desto mehr sehnen sich Menschen nach Frieden.

Wir selbst gestalten unser Leben stressig. Wer schneller lebt, ist eher fertig, so sagt mancher und hat sich dann vielleicht wirklich ausgepowert und zu Tode gehetzt. Gleichzeitig steckt eine neue Sehnsucht nach Verlangsamung, man nennt es „Entschleunigung“, im Menschen und nach Tiefgang des Lebens im Unterschied zu viel Oberflächlichem, was man heutzutage meint mitnehmen zu müssen – vielleicht nur weil das alle tun?

Das ist ja unerhört“, sagt der Chef zur Gehaltsforderung seines Mitarbeiters. Manche Beter sehen sich mit einem anderen Verständnis des Wortes „unerhört“ konfrontiert, nämlich: Gott hört uns scheinbar nicht oder er erfüllt zumindest das Gebet nicht so, wie wir dachten.

Da betet jemand seit Jahren, dass der Ehepartner auch an Christus gläubig wird, aber es geschieht nicht. Eine ganze Gemeinde betet um Erweckung, aber es tut sich nichts. Ein Hauskreis betet für die kranke junge Mutter, und dann stirbt sie doch. Und der Schüler, der vor der Klausur nicht nur gelernt, sondern auch gebetet hat, bekommt doch eine schlechte Note usw.
Unerhörte Gebete müssen verstanden und verkraftet werden. Du darfst klagen, das lehrt uns Gottes Wort. Sag ihm doch, was du nicht verstehst. Und arbeite dich mit den folgenden biblischen Hinweisen weiter an „deine Antwort“ heran:

Wie wird ein Auto alltagstauglich?
Man muss es starten, ab und zu reparieren, zum TÜV und los. Ok, tan ken wäre wohl auch noch sinnvoll. Wie wird ein Handwerker alltagstauglich? Er muss das Know-how seines Fachs beherrschen und passendes Werkzeug haben. Wie wird ein neugeborenes Baby alltagstauglich? Es IST alltagstauglich, aber es ist nicht allein lebensfähig! Wie wird unser Glaube alltagstauglich? Er IST alltagstauglich, aber auch er braucht Lebenshilfe, um nicht einzugehen.

Unser Glaube wird alltagstauglich durch ein Sonntagsgesicht. Nein, nicht durch unsere Sonntagsruhe oder unsere Sonntagsgesichter. Das Sonntagsgesicht des christlichen Glaubens trägt den Namen Jesus Christus, denn unser Sonntag soll an seine Auferstehung zu Ostern erinnern. Ohne dieses weltverändernde Ereignis damals wäre unser Glaube heute nie und nimmer alltagstauglich, sondern letztlich eine hoffnungslose Frömmigkeit.

Wie sagt man denn?“ – versuchen Eltern heute eigentlich auch noch, ihre Kinder zur Dankbarkeit zu erziehen? Manche sicherlich, andere fanden das nie so wichtig, weil sie es selbst nicht gelernt haben oder sie haben aufgegeben mit dem Gedanken: wem nutzt es, wenn Kinder sich mühsam das Wort rausquetschen ...?

Antwort: Stimmt, das hilft wirklich nicht. Darauf kommt es aber auch nicht an. Nicht einmal im >Jahr der Dankbarkeit<, das zur Zeit läuft.

Paulus spricht in Kol. 3 von der Lebensveränderung eines Christen. Er spricht u.a. von Freundlichkeit, Geduld, Vergebung untereinander, Liebe zueinander und dem Frieden Christi, der in unseren Herzen regieren soll. Und Regieren ist bekanntlich kein Nebenjob, sondern verantwortliches Handeln an  vorderster Front. Dem fügt der Apostel dann noch hinzu: „... und seid dankbar“.

In der Theologie ist das eine gängige Formulierung. Sie beschreibt, dass etwas begonnen hat, aber noch nicht vollendet ist. Christen sind erlöst, schon hier, aber erst im Himmel wird das vollkommen sein. Sie sind nicht mehr „von der Welt“, aber doch noch mitten drin. Sie sind befreit von Schuld und Sünde, aber noch nicht frei davon. Sie haben schon hier ein Anrecht auf eine „Wohnung“ bei Gott, aber sie sind noch nicht in Gottes neuer Welt. Sie erleben schon hier Gemeinschaft mit Gott durch den Heiligen Geist, aber noch nicht von Angesicht zu Angesicht.

Auch mit der Auferstehung ist das so. Gotteskinder haben Teil an der Auferstehung Jesu Christi, die vor rund 2000 Jahren erfolgt ist. Vollkommen wird das für uns aber erst bei der Auferstehung aller Glaubenden aus allen Zeiten und Nationen, die dann in Ewigkeit bei Gott sein werden.

Schon hier – noch nicht.
Wir feiern mal wieder Ostern, das Fest der Auferstehung unseres Herrn. Die Bedeutung von Karfreitag und Ostern für die ganze Menschheit unterstreicht Paulus in 2. Kor 5,19:
„Gott versöhnte in Christus die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht an und hat unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet“.

Was hat Weihnachten denn damit zu tun?

Immerhin ist „Familien-Aufstellung“ ein Fachbegriff aus dem beraterisch-therapeutischen Bereich. Bei einem solchen „Setting“ stellt jemand einige Personen (meist sind es solche, die man bisher gar nicht kannte) symbolisch für die eigenen Verwandten im Raum auf.
Dabei wird schon mal jemand alleingelassen in eine Ecke des Raumes gestellt, andere sollen sich den Rücken zu kehren und weiterestehen in enger Beziehung dicht beieinander und sehen sich an oder fassen sich an den Händen, usw. Danach wird das kommentiert und symbolisch miteinander kommuniziert, um auf diese Weise schwierige Familiensituationen durchschaubarer zu machen und Traumatisches möglichst zu verarbeiten sowie Schritte für die Zukunft zu überlegen.

Was das bedeutet?
• Es ist der Titel eines neuen missionarischen Impulses vom Bund Freier
evangelischer Gemeinden für 2015.
• Das Thema beschäftigte uns auch auf der Pastorenkonferenz im Herbst auf
Langeoog. Ich habe hier im Gemeindebrief kurz davon berichtet, wisst ihr noch? Das Foto mit dem Krabbenkutter und den Möven.
• Es war dann auch der Arbeitstitel unserer letzten Ältestenklausur.

Denn hinter 3.16 steht ein Bibelwort, das wohl jeder kennt: Johannes 3, Vers 16 (Hoffnung für alle):
„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“.

Liebe Mitglieder und Freunde der Gemeinde, ist uns noch bewusst, was da drin steckt? Und dass es unser Auftrag ist, diese gute Nachricht weiter zu geben, zu sagen, zu lieben, zu singen …

Moment mal!

Immer mehr Menschen trinken ihren Kaffee aus Einwegbechern. Dabei entstehen nicht nur Müllberge, die Abfallkörbe voll stopfen; auch in der Produktion verschlingen sie immense Ressourcen.
2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher werden in Deutschland durchschnittlich im Jahr verbraucht. Das sind 320.000 pro Stunde.
300.000 Kilometer ist der Turm hoch, derentstehen würde, wenn man diese 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher übereinanderstellt. Das ist siebenmal rund um die Erde. 29.000 Tonnen Papier werden benötigt, um die Becher herzustellen. Das sind 64.000 Tonnen Holz.

„Wenn Älteste noch nicht so alt sind, nennt man sie Gemeindeleitung“.
So, wie ein kleiner Junge es tat, kann man´s auch versuchen zu erklären. Aber naheliegender ist, nach außen eher von Gemeindeleitung zu reden, weil viele Menschen das mit dem Ältesten sonst nicht verstehen, erst recht wenn der Älteste vielleicht noch ein junger Mann ist. Oder eine Frau, was unserer Satzung bzw. Wahlordnung ja auch entsprechen würde.
Die neue Satzung und Wahlordnung sollte inzwischen jedes Gemeindemitglied haben und sich, zumindest die Präambel, durchlesen, bevor Mann oder Frau sich personelle Gedanken macht. Die Wahl der Gemeindeleitung ist eine geistliche Herausforderung, deren Ablauf in den weiteren Punkten der Wahlordnung beschrieben wird.

Jesus ein Verrückter?

Diese Ansicht vertraten zumindest etliche Juden. Und sie stritten darüber, denn es gab ja auch diejenigen, die Jesus glaubten, oder ihn zumindest nicht als „wahnsinnig“ bzw. „von Sinnen“ darstellten. Ganz schön hart, nicht wahr?

Mit welchen Worten ist diese Situation aus Johannes 10,20 in eurer Bibel übersetzt? Schaut doch mal nach ...

Wie wir es auch drehen und wenden. Viele Juden hielten Jesus für verrückt. So kam es dann ja auch mal wieder zum Vorwurf der Gotteslästerung: „denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott“ (Joh. 10, 33). Zwischen dem Eindruck, Jesus sei verrückt bzw. von Sinnen und der angeblichen Gotteslästerung sagte unser Herr ja auch den Spitzensatz „Ich und der Vater sind eins“ (V.30). Eine größere Provokation gab es für die Juden nicht.

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Römer 15,7

Achtung. Riesenstreit in Rom. Es geht um die Frage, wer Recht hat. Darum geht es ja fast immer. Rom, ein Schmelztiegel der Kulturen, der religiösen Kulte, der Gerüche und Märkte. Und mittendrin die junge Gemeinde, ebenfalls ein solcher Schmelztiegel. Es überrascht nicht, dass das zu Streit führte.
Diejenigen, die aus jüdischen Familien kamen, hatten jüdisch geprägte Vorstellungen davon, was man wann essen und trinken dürfe, und wann welche Feiertage einzuhalten seien. Andere, aus sogenanntem heidnischen Hintergrund, hatten andere Vorstellungen darüber.

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