Der Gründer

Die Freie evangelische Gemeinde Frohnhausen führt ihre Entstehungsgeschichte auf die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts zurück. Nach der französischen Revolution (1789 bis 1799) mit all ihren Erschütterungen entstanden hin und her in Deutschland, so auch in unserer näheren Umgebung, Erweckungsbewegungen.
Zu nennen ist das Wittgensteiner Land und das Siegerland. Der Schuhmacher Johannes Waldschmidt (geboren am 4. Juni 1777) kam nach Siegen, wo er die dortigen Kreise der "Erweckten" kennenlernte und auch den persönlichen Glauben an Jesus Christus fand.
Johannes Waldschmidt
Nach Frohnhausen zurückgekehrt bezeugte er seinen Glauben und lud zu Versammlungen in seinem Hause ein. Die erste Versammlung fand wohl am 2. Weihnachtstag 1834 statt und rief einen nicht geringen Widerstand gegen die "Pietisten" hervor. Die Polizei schritt ein, und Johannes Waldschmidt und eine Frau namens "Polsche Lies" wurden verhaftet und im Dillenburger Gefängnis eingesperrt.

Die Anfänge

Johannes Waldschmidt war ein in der Heiligen Schrift gegründeter Mann. Er war einer, der Mission liebte und lebte. So kam es, daß er 1848 mit einigen Gläubigen aus dem Dillkreis den sogenannten "Missionshilfsverein" gründete.
Das erste Missionsfest fand 1849 in Dillenburg statt, das dritte 1851 in Frohnhausen. In dieser Zeit wurde Frohnhausen von einer besonderen Erweckung erfaßt.

Als der 1821 in Idstein im Taunus geborene Pfarrer Heinrich Anthes die Pfarrstelle in Frohnhausen übernahm, durfte Johannes Waldschmidt den "Philippusdienst" (vgl. Apostelgeschichte 8, 26-35) an ihm tun. Heinrich Anthes wurde zu einem begnadeten Zeugen des Evangeliums, sodaß nicht nur in Frohnhausen, sondern auch weit darüber hinaus seine evangelistische Botschaft gehört und geglaubt wurde.
Zum Leidwesen seiner treuen Freunde wurde er 1857, erst 37 Jahre alt, von seinem Herrn abgerufen. Zwei Jahre später folgte ihm sein geschätzter Bruder und Vater in Christo Johannes Waldschmidt in die himmlische Herrlichkeit. Die Versammlungen der Gläubigen fanden dann im Hause des Schneidermeisters Friedrich Schaffner (Hauptstraße 47) statt.

Ein Gemeindehaus muß her...

Gemeindehaus im Jahr 1959Im Winter 1882/83 brach eine weitere Erweckung in Frohnhausen aus, ohne daß das Evangelium in besonderer Weise verkündigt worden wäre. Das Haus des Friedrich Schaffner konnte die Besucher nicht mehr fassen, weshalb man sich entschloß, ein Vereinshaus zu bauen. Der Neubau wurde Ende 1883 errichtet, an derselben Stelle, wo heute noch das Gemeindehaus der Freien evangelischen Gemeinde steht. Aus juristischen Gründen wurde dieses Haus auf den Namen der Brüder Friedrich Schaffner, Johann Heinrich Müller und Julius Bretthauer ins Grundbuch eingetragen. Weitere Erweckungen gab es jeweils in den Jahren 1906/07, 1922/23 und auch in den Nachkriegsjahren.

Anschluß an den Bund der Freien ev. Gemeinden

Die innere Entwicklung der Gemeinschaft war freikirchlich geprägt. Die Lehre von der Gemeinde der Gläubigen, dem Mahl des Herrn als Gemeinschaftsmahl der an Jesus Christus glaubenden und der Glaubenstaufe fand stärkere Bedeutung.
Im Jahre 1936 kam es zu dem einstimmigen Beschluß, daß die Gemeinschaft den Namen “Freie evangelische Gemeinde” annehmen sollte, worauf die Aufnahme in den Bund Freier evangelischer Gemeinden beantragt wurde. Etliche der Gemeindemitglieder gehörten schon früher dem im Dillkreis vertretenen Bund an.

Evangelische Allianz

Seit Oktober 1971 gibt es in Frohnhausen eine örtliche Evangelische Allianz, bestehend aus Landeskirchlicher Gemeinschaft / CVJM, Christlicher Gemeinschaft (VMF), evangelischer Landeskirche und Freier evangelischer Gemeinde. In diesem Rahmen gab es schon viele gute Allianzgebetsstunden, Bibelabende und Evangelisationen. Auch ProChrist2000 wurde von der örtlichen Evangelischen Allianz als Trägerkreis veranstaltet.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Unsere Datenschutzerklärung
Ok